Geschichte

30erDie Geschichte des Musikvereins Söllingen

In den Jahren 1913/14 trug man sich in Söllingen erstmals mit dem Gedanken, einen Musikverein zu gründen. Durch die Kriegswirren dauerte es allerdings bis zum 8. März 1919 ehe der Verein gegründet wurde. Unruhige Jahre folgten und es kam zu einer Spaltung in zwei Vereine ehe diese 1924 wieder vereinigt wurden.
Unter maßgebender Mitwirkung des mit kurzer Unterbrechung seit dem Jahre 1920 im Amt befindlichen Vorsitzenden Karl Reichenbacher wurde im Jahre 1929 der Pfinz- und Kraichgaubund gegründet

In den Kriegsjahren des 2. Weltkriegs kam das Musizieren fast völlig zum erliegen ehe am 12. April 1946 wieder die erste Mitgliederversammlung stattfand. Geprobt und musiziert wurde in der ersten Zeit gemeinsam mit den Nachbarvereinen Berghausen und Grötzingen. In diesen Jahren wurde bereits erkannt, dass eine kontinuierliche Jugendarbeit unerlässlich für den Fortbestand und die Leistungsfähigkeit der Kapelle ist. Bis zum heutigen Tag wird auf diesen wichtigsten Teil der Vereinsarbeit immer größten Wert gelegt.
1954 fand das Gruppenmusikfest der Gruppe Pfinz in Söllingen statt und wurde zu einem großen Erfolg. Beim Konzert 1957 wurde Karl Heidt mit der goldenen Bundesmusikehrennadel geehrt. Er war damit der 10. Bundesbürger, dem diese Ehrung zuteil wurde. Als weiteren, nennenswerten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte muss man den mit großem Erfolg 1962 produzierten und aufgeführten “Söllinger Heimatfilm” erwähnen, der heute als seltenes Kulturgut angesehen werden muss.

 

 

Im Jahre 1975 wurde in der Vereinskapelle aufgrund der Entwicklung der Generationswechsel eingeleitet und voll auf die Jugend gesetzt. Mit Werner Michels als Dirigent startete 1979 

der musikalische Aufwärtstrend der Kapelle, die durch die nachfolgenden Dirigenten Urban Pfaff, Martin Wenz, Achim Stoll und ab Herbst 2011Dietmar Schulze fortgeführt und gefestigt wurde

Bemühungen des Vereins zielten seit 1977 darauf hin, ein eigenes Vereinsheim zu erstellen. Dies stellte sich als langwieriger Prozess heraus und der Musikverein probte weiterhin im Saal der

Gaststätte Grüner Hof und konnte ab 1979 den Vereinsraum der neu erbauten Räuchlehalle mitbenutzen.
Durch die Unterkellerung des Erweiterungsbaus der Grund und Hauptschule ergab sich die einmalige Chance das Kellergeschoss in eigener Regie auszubauen und künftig als eigenen

Proberaum nutzen zu können. Der Proberaum konnte im Sommer 2003 in Betrieb genommen werden.

Seit einigen Jahren ist auch die musikalische Früherziehung ein fester Bestandteil der Jugendarbeit des Vereins.
Durch die Übernahme vieler gut ausgebildeter Musikerinnen und Musiker in die Seniorenkapelle, laufen derzeit wieder verstärkte Bemühungen, eine neue Schülerkapelle aufzubauen und die Jugendkapelle zu stärken um den musikalische Grundstock hinsichtlich des 100jährigen Jubiläums, das im Jahr 2019 stattfindet, auf gesunde Füße zu stellen.

Das Bild ganz oben zeigt Musiker des Vereins bei einem Auftritt 1952. Weitere Orchesterbilder aus vergangenen Tagen finden Sie auf den jeweiligen Orchester-Seiten.